Sanierungsfall Grundschule

Konzept für Grundschule

Bürgermeister Adolf Luijens (von links), Konrektorin Ute Primke und Verbandsvorsteher Michael Krohn
vor der sanierungsbedürftigen Grundschule in Klein Nordende. FOTO: PETER WARNCKE

Instandsetzung oder Neubau: Hamburger Büro d3 Architekten stellt Konzept für die Grundschule Klein Nordende vor

ELMSHORNER NACHRICHTEN, 28.11.2020

Von Peter Warncke

KLEIN NORDENDE Am An­fang ging es um die Brand­schutz-Anlage in der Grund­schule Klein Nordende. Sie entsprach nicht mehr den Vorschriften. Aber um die Voraussetzungen für kom­mende Aufgaben, wie Ganz­tagsschulbetreuung, Mensa und vieles mehr zu erfüllen, war dem Schulverband schnell klar, dass es weitere Sanierungs-Maßnahmen an der Grundschule Klein Nord­ende an der Schulstraße ge­ben müsse - auch wenn die Schule insgesamt in einem ge­brauchstauglichen Zustand sei.

160 Seiten Gutachten bewerten die Schule

„Es wurde dem Büro d3 Architekten aus Hamburg der Auftrag erteilt, ein Sanie­rungskonzept auszuarbei­ten“, erklärt Verbandsvorste­her Michael Krohn. Bei der letzten Schulverbandsver­sammlung stellten nun Ulrike Patek und Thomas Stindl- Weiß vom Büro d3 Architek­ten ihr Gutachten vor. Auf rund 160 Seiten wurde in dem Konzept die gesamte Be­standssituation der Grund­schule erfasst.

Dabei wurde die Bausubs­tanz bewertet, eine energeti­sche Betrachtung vorgenommen und ein Schadstoffgut­achten eingeholt. Hierbei ging es darum, die Sanierung der Grundschule zu bewerten und wirtschaftlich einen Teil- Neubau und einen Neubau gegenüber zu stellen. Das Er­gebnis: Empfohlen werden energetische Sanierungs­maßnahmen an den Gebäu­dehüllen, die Heizungsanlage ist überaltert (Baujahr 1996), die Beleuchtung entspricht nicht den Anforderungen und vielleicht sei eine Schadstoff­sanierung erforderlich.

Die Schule hat einen Be­standsbau aus dem Jahre 1910. Die erste Erweiterung fand bereits 1914 statt. Weite­re Anbauten folgten 1968, in den siebziger Jahren der Mu­sikraum. Weitere Bau-Maß­nahmen haben in den neunzi­ger Jahren und zuletzt 2008 stattgefunden.

In der Gesamtbetrachtung der Sanierung wurden vom Büro d3 Architekten drei Va­rianten erstellt und mit den jeweiligen energetischen Op­tionen kombiniert. Die erste Variante bezieht sich nur auf die Mindestertüchtigung des Bestandsgebäudes. In Varian­te zwei werden Teile des Bestandsgebäudes energetisch saniert und Teile zurück so­wie neu gebaut. Dem gegen­über wurde als Variante drei ein kompletter Neubau be­trachtet.

Kosten zwischen 3,3 und 7,8 Millionen Euro

Die Kosten für die einzel­nen Varianten beziffern sich zwischen 3,3 Millionen für die kleineste Maßnahme bis hin zu 7,8 Millionen bei einem kompletten Neubau. „Aus Sicht des Büros wird zur Va­riante zwei geraten. Diese er­scheint wirtschaftlich am interessantesten zu sein“ so Krohn.

Bei dieser Variante würden einige Teile der heutigen Schule neu errichtet werden. Nach den Ideen der Architek­ten könnte das ortsprägende Schulgebäude jedoch erhal­ten bleiben und neu betont werden. Der Schulverband hat in seiner Sitzung das Kon­zept zur Kenntnis genom­men. Es wurde verabredet, sich innerhalb der Gemeinde zu beraten und die Schule zu bitten, sich über das zukünfti­ge Nutzungskonzept, das Grundlage für weitere Pla­nungen sein wird, Gedanken zu machen.

Haushalt und Medienentwicklung

Außerdem wurde der Haus­halt für 2021 und 2022 bera­ten und beschlossen. So auch der Medienentwicklungsplan für die Grundschule. Der Plan bildet die Grundlage für die Beantragung von Fördergel- dem aus dem Digitalpakt. Ers­te Maßnahmen aus dem Kon­zept sollen bereits 2021 um­gesetzt werden. So ist geplant, einen Klassensatz Laptops anzuschaffen und die Klassen mit digitalen Tafeln auszu­statten. Verbandsvorsteher Krohn: „Wir werden am 2. und 3. Dezember einen Server er­halten, der das Lernen zuhau­se unterstützen soll“.

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